Landrat Spieker für den Nationalpark
„Wer die Äußerungen des Landrats in den letzten Wochen genau verfolgt hat, der muss den Eindruck gewinnen, hier einen Befürworter des Nationalparks zu hören. Aber wie schon in anderen Fragen, ist der Landrat auch in diesem Fall viel zu zögerlich“, erklärte jetzt der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes, Roger van Heynsbergen, gegenüber der Presse. Nach seiner Einschätzung sei der Nationalpark eine echte Chance für den Kreis. Er schütze nicht nur die Natur für die kommenden Generationen, sondern würde auch als touristischer Magnet viele zusätzliche Gäste in den Kreis holen.
„Diese Erwartungen können sich natürlich nur dann erfüllen, wenn der Kreis Höxter sich selbst aktiv am Nationalpark beteiligt. Darum fordern wir den Landrat auf, selbst die Initiative zu ergreifen“, legt der stellvertretende Kreisvorsitzende, Jürgen Unruhe, nach. Es könne nicht sein, dass jetzt der Nationalpark auf das Jahr 2020 verschoben werden soll, wie einem Papier der Kreisverwaltung zu entnehmen ist. „Wir haben den Eindruck, dass hier wieder einmal eine wichtige Gelegenheit verschlafen wird. Wir kennen das von den Ganztagsschulen, von der Gesamtschule, von der U3-Betreuung und vielen anderen Entwicklungen. Erst heißt es: nicht mit uns. Und dann sind andere schuld, wenn der Kreis mal wieder die rote Laterne hat“, äußert sich der SPD-Chef.
Er weist aber auch darauf hin, dass nach Auffassung der Sozialdemokraten nicht der Kreis, sondern die betroffenen Städte gefragt seien. Denn es handele sich weder um kreiseigene Flächen noch um eine kreisweite Planungsaufgabe. „Aber das kennen wir ja schon: statt sich um die eigenen Aufgaben zu kümmern, mischt der Landrat sich lieber in fremde Angelegenheiten ein“, so van Heynsbergen zum Abschluss.
