Donnerstag, 19. August 10 um 08:35 Alter: 1 Jahr(e)

SPD: Drastische Defizite der Schullandschaft im Norden des Kreises Kreis Höxte


Kreis Höxter. „Der Beginn des neuen Schuljahres ist in Sichtweite. Die Schulen und die Familien treffen dafür jetzt die Vorbereitungen. So werden bereits Schulbücher in den heimischen Buchhandlungen abgeholt. Es wird viel getan, um unseren Kindern im Kreis Höxter beste Bildung zu ermöglichen. Leider aber ist die CDU von diesem Ziel weit entfernt. So ist im Kreis Höxter die Entwicklung der Schullandschaft in den letzten Jahren kaum vorangekommen. Die CDU blockiert notwendige, neue Weichenstellungen. Deshalb wird das Problem von Jahr zu Jahr, von Schuljahr zu Schuljahr größer“, meint Helmut Lensdorf.

Besonders deutlich werde das beispielsweise im Nordkreis. Weder Steinheim noch Nieheim und schon gar nicht Marienmünster könnten als Städte ein funktionierendes dreigliedriges Schulsystem anbieten, das die CDU immer und überall als Allheilmittel empfehle, so der schulpolitische Sprecher der SPD weiter: „Die Zusammenarbeit der Städte ist bereits 2006 kolossal auf Bürgermeisterebene gescheitert. Auch hierfür sind CDU-Politiker verantwortlich.“ Die Hauptschulkinder in Steinheim müssten inzwischen längere Busfahrten in Kauf nehmen. Die Hauptschule in Marienmünster könne die Einzügigkeit und damit ihre Existenz nur deshalb aufrechterhalten, weil sie Kinder „einkauft“ – beispielsweise aus Stahle. Lensdorf: „Bürgermeister Robert Klocke selbst verwendete vor dem Wirtschaftsausschuss des Kreistages diese Formulierung und machte dabei sein Unbehagen für diese Entwicklung deutlich.“ Die Nieheimer und Marienmünsteraner Gymnasialkinder würden in vier Himmelsrichtungen geschickt: nach Höxter, Brakel und Bad Driburg mit teilweise ungünstigen Busverbindungen, nach Steinheim zu einer Einrichtung, die vergleichsweise wenig Differenzierung bieten kann. Aus den lippischen Nachbarorten, deren Kinder oft bisher Steinheimer Schulen besuchten, gebe es mittlerweile Anzeichen zu einem stärkeren Trend Richtung Horn und Blomberg.

Dies sei die Bildungslandschaft im Norden des Kreises Höxter. Der SPD-Sprecher weiter: „Die Landschaften, die die hiesigen CDU-Politiker Jürgen Hermann, Hubertus Fehring und Friedhelm Spieker ausmalen, haben mit der Lebenswelt dort sehr wenig zu tun. Gleichwohl hat die Teilregion eine Chance, die Bildungsmöglichkeiten für die Kinder dort zu verbessern.“ Ein starker gemeinsamer Schulstandort, der der Mehrheit der einheimischen Kinder ein umfassendes, nach unterschiedlichen Förderstufen differenziertes Lehrangebot bietet. Die rot-grüne Landesregierung habe erkennen lassen, dass sie sehr flexibel auf die Verhältnisse vor Ort angepasste Lösungen zulässt. Nur so könne der Kreis Höxter gerade auch im Norden seine Kinder für sich gewinnen. Sonst zieht es die Kinder schnell anderswo hin.

Lensdorf abschließend: „Der Kreis-CDU wird früher oder später nichts anderes übrig bleiben, als solche neue Lösungswege im Bildungssystem mitzugehen. Jeder Tag bis dahin, an dem sie blockiert und zögert, ist ein verlorener Tag. Die CDU wird dabei an Zuspruch, Vertrauen und Kompetenz verlieren – das ist nicht schlimm. Der Kreis Höxter aber verliert gleichzeitig Familien und Zukunft – das ist schlimm.“


 
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