Montag, 16. August 10 um 08:34 Alter: 1 Jahr(e)

Naturpark: Die gesamte Fläche soll es sein


SPD setzt sich für die Aufnahme des Steinheimer Waldes und Rolfzen-Hagedorn ein

Steinheim / Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Die Steinheimer SPD setzt sich für die Aufnahme Steinheims in den Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge ein. Widersprüche macht sie hierbei bei der CDU aus. Jürgen Unruhe erläutert. „Die Lobeshymnen, die die CDU im Kreis Höxter neuerdings über den Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge hält, sind inkonsequent. Das gilt inhaltlich, lässt sich aber auch geografisch ganz schnell darstellen. Da muss man sich nur den Steinheimer Bereich angucken – ein weißer Fleck auf der Naturpark-Karte.“. Der SPD-Politiker konkretisiert: „Die Gemarkungen Steinheim inklusive Steinheimer Wald und Rolfzen-Hagedorn gehören nicht zum Naturpark. Und nur, weil es die Steinheimer CDU nicht will.“

Bereits im Jahr 2008 wurde im Hauptausschuss der Emmerstadt beraten, diese Flächen in die Gebietskulisse des Naturparks einzubeziehen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an der Mehrheit von CDU und UWG. Alle anderen Städte im Kreis Höxter sind mit ihrem kompletten Gebiet im Naturpark vertreten. Für diese Kommunen besteht die Möglichkeit, Maßnahmen in den  Bereichen  Landschaftspflege, Besuchertouristik und Infrastruktur durch den Naturpark fördern zu lassen.

Die Finanzierung des Naturparks erfolgt auch durch den Kreis Höxter. Im Kreisausschuss für Umwelt, Planen und Bauen wurde nun ein Masterplan für den Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge beschlossen. Der Naturpark soll demnach eine Vorbildfunktion für alle anderen Naturparke übernehmen. Alle Städte, alle Parteien im Kreistag unterstützen dieses Projekt.

Die SPD-Fraktion Steinheim fordert vor diesem Hintergrund erneut, der Rat möge folgenden Beschluss fassen: „Die Stadt Steinheim beantragt die Aufnahme der städtischen Flächen beim Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge, die sich noch nicht in der Gebietskulisse des Naturparks befinden.“ Unruhe erläutert: „Das würde den Naturpark abrunden. Ich weiß nicht, warum die CDU und die UWG in Steinheim sich gegen den Kreis und gegen das Land aufstellen.“

Unruhe, gleichfalls Vorsitzender der Sozialdemokratischen Gemeinschaft der Kommunalpolitikerinnen und –politiker (SGK) im Kreis Höxter, erinnert in diesem Zusammenhang an die Vorgeschichte des Naturparks: „Der Kreis Höxter wollte im März 2005 auf Betreiben maßgeblicher CDU-Politiker aus dem Zweckverband des Naturparks austreten. Wenige Jahre später im Zusammenhang mit der Nationalpark-Debatte haben dieselben Politiker den Naturpark als ,Markenzeichen der Region‘ entdeckt.“ Unruhes Fazit: „Die CDU verhält sich sehr widersprüchlich. Eine Linie ist hier wie auf vielen anderen politischen Feldern kaum erkennbar. Der Steinheimer SPD-Antrag hat deshalb das Ziel, Klarheit in der Sache zu schaffen.“


 
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