Es kann auch sein, was nicht sein darf
Kreis Höxter. Nach Auffassung des Kreistagsabgeordneten und Vorsitzenden des Schulausschusses, Johannes Reineke, wird es dringend Zeit, dass sich die Kreis CDU mal im Kreis Paderborn umschaut um sich von ihren dortigen CDU-Parteifreunden über die Schulpolitik im ländlichen Raum zu informieren. „Ich weiß, dass es in mehreren Städten im Kreis Paderborn Überlegungen gibt, neue Gesamtschulen zu gründen“, sagte Johannes Reineke. Dieses erfolge aus rein praktischen Überlegungen und diene der Verbesserung der Schullandschaft. Kurze Schulwege und ein wohnortnahes Schulangebot seien mit der bisherigen Schulpolitik nicht zu erreichen.
Wer sich die Schulentwicklung im Kreis mal anschaue, der müsse erkennen, dass überall Schulen geschlossen würden und die Schüler immer weitere Fahrwege in Kauf nehmen müssten. Das liege auch an der falschen örtlichen Verteilung der weiterführenden Schulen. So seien zum Beispiel drei Gymnasien in Bad Driburg nur noch mit einer „Fahrschülerqouote“ von mehr als 70 Prozent zu halten. „Wenn Thomas Menne jetzt ein neues Schreckgespenst an die Wand malt, hat er die Realitäten nicht begriffen. Die Schüler flüchten von den Hauptschulen wegen ihres schlechten Rufs und von den Gymnasien wegen des Turbo-Abiturs. Darum wollen wir ein längeres gemeinsames Lernen und wohnortnahe weiterführende Schulen“, so Reineke abschließend.
